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Fußboden-Verlegung: Materialbedarf und Verlegezubehör richtig berechnen

Wir zeigen Ihnen, wie Sie die richtige Bestellmenge für Ihren Wunsch-Fußboden ermitteln und wie Sie den Materialbedarf für das Verlegezubehör berechnen. Gehen Sie dabei Schritt für Schritt vor: 

1. Raum vermessen

Beginnen Sie damit den Raum bzw. die Räume zu vermessen. Bei rechteckigen Räumen messen Sie ganz einfach die Länge und Breite und ermitteln die Flächen, indem Sie die Länge mit der Breite multiplizieren:

 L X B = Fläche in m²

Für die Vermessung von quadratischen oder rechteckigen Räumen sind ein Rollmaßband oder ein Zollstab als Hilfsmittel ausreichend. 

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Zur Berechnung der Fläche können Sie entweder einen Taschenrechner oder Ihren Rechner am Smartphone zur Hilfe nehmen.

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Tipp für die Vermessung von Räumen in Sonderformen:

Weist Ihr Raum eine spezielle Form auf, hilft es eventuell, die zu vermessende Fläche in mehrere Bereiche zu unterteilen und dann die Summen zu addieren.

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Fläche 1 + Fläche 2 = Gesamtfläche

Messen Sie möglichst genau, um zu einem exakten Ergebnis zu kommen!

Elektronische Hilfsmittel

Bei noch aufwendigeren Raumformen können Sie digitale Mittel zur Hilfe nehmen. Beispielsweise gibt es im Internet Online-Rechner für die Berechnung von Dreiecksflächen. Weiters gibt es Smartphone-Apps, mit welchen Sie Ihren Raum mit sämtlichen Eckpunkten exakt vermessen und berechnen können.

Wenn Sie Ihre Gesamtfläche ermitteln haben, fahren Sie mit Schritt 2 fort.

2. Verschnitt und Bestellmenge berechnen

Nun berechnen Sie den Verschnitt für Ihren Fußboden. Der Verschnitt ist die empfohlene Mehr-Menge, welche Sie zur ermittelten Fläche dazubestellen sollten. Generell gilt: Je komplizierter die Raumfläche, desto mehr Verschnitt wird benötigt.

Bei quadratischen oder rechteckigen Räumen ist ein Verschnitt von 5% angemessen. Die Bestellmenge inklusive Verschnitt errechnet sich somit wie folgt:

Raumfläche x 1,05 = Bestellmenge

In welchen Situationen wird mehr Verschnitt als die üblichen 5% benötigt?

  • Bei Räumen in Sonderformen empfehlen wir Ihnen 10% Verschnitt zu berechnen, da hier meist mehr Dielen zugeschnitten werden müssen.
  • Ebenso empfehlen wir bei Landhausdielen einen Verschnitt von 10% dazuzurechnen. Dadurch können die Landhausdielen großzügiger versetzt werden und es entsteht ein eleganteres Verlegebild.
  • Auch bei speziellen Verlegemustern (z.B. diagonal) ist es ratsam, mehr Verschnitt einzukalkulieren.

 

Die Bestellmenge inklusive 10%tigen Verschnitt berechnen Sie wie folgt:

Raumfläche x 1,1 = Bestellmenge

Gratulation, nun haben Sie die Bestellmenge für Ihren Fußboden ermittelt.

Aufrunden auf ganze Pakete

Fußböden wie Vinylböden, Parkett, Laminat, Kork- oder Designböden werden in fix verpackten Paketen geliefert. Runden Sie bei der Menge auf das nächste volle Paket auf. Beachten Sie dabei die pro Paket enthaltene Menge. Diese ist je nach Artikel unterschiedlich.

3. Sockelleisten berechnen

Was wäre ein Boden ohne einen schönen Randabschluss? Bestellen Sie daher die passenden Sockelleisten gleich mit. Für fast alle unsere Fußboden-Produkte stehen Leisten in einer zum Boden abgestimmten Farbe zur Verfügung. Besonders im Trend liegen Sockelleisten in Weiß. Auch betreffend der Form und Höhe der Sockelleisten gibt es verschiedene Wahlmöglichkeiten.

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Die Menge an benötigten Sockelleisten ermitteln Sie wie folgt:

  • Messen Sie zunächst die Länge der Seiten des Raumes und addieren Sie die Mess-Ergebnisse.
  • Ziehen Sie die Breiten für Türen (und eventuell andere Bereiche, in denen keine Sockelleisten benötigt werden) ab.
  • Addieren Sie wieder 5% Verschnitt.
  • Nun haben Sie die benötigen Laufmeter für Sockelleisten ermittelt.

 

Bei rechteckigen Räumen können Sie auch ganz einfach die in Schritt 1 gemessene Länge und Bereite als Basis heranziehen. Dann rechnen Sie: 2 x L + 2 x B, um den Gesamtumfang des Raumes zu berechnen. Danach wieder Türenbreite abziehen und Verschnitt addieren.

Leisten werden als Stangen, meist in gewissen Fixlängen geliefert. Runden Sie bei der Bestellung auf die nächste volle Stange auf.

4. Trittschalldämmung bzw. Kleber berechnen

Je nach Boden, Untergrund und Heizungsart können Fußböden entweder schwimmend verlegt oder vollflächig verklebt werden. Bei schwimmender Verlegung wird eine passende Unterlagsmattte bzw. Trittschalldämmung benötigt, bei Verklebung ein abgestimmter Kleber.

Bei Fußbodenheizung wird generell die vollflächige Verklebung empfohlen – außer der Boden verfügt über eine fix aufkaschierte, für Fußbodenheizung geeignete Unterlagsmatte. Die Verklebung verringert den Wärmedurchlasswiderstand und trägt so zum effizienten und sparsamen Heizen bei. Die schwimmende Verlegung ist hingegen für Heimwerker leichter zu bewerkstelligen. Überlegen Sie, welche Verlegeart für Sie und Ihre Bedürfnisse besser geeignet ist.

a. Unterlagsmatte bzw. Trittschalldämmung für schwimmende Verlegung auswählen und berechnen

Um den Materialbedarf für Ihre Unterlagsmatte zu berechnen, ziehen Sie die in Schritt 1 errechnete Raumgröße heran und addieren 3% Verschnitt:

Raumfläche in m² x 1,03 = Unterlagsmatten-Bedarf in m²

Unterlagsmatten werden in Rollen oder Platten geliefert. Runden Sie immer auf die nächste Rolle, Platte bzw. Paketgröße auf.

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Die Auswahl der richtigen Unterlagsmatte ist ein Kapitel für sich. Unterlagsmatten erfüllen eine Vielzahl an Funktionen und werden daher anhand folgender Kriterien klassifiziert: 

  • Gehschallverbesserung
  • Trittschalldämmung
  • Eignung für Fußbodenheizung
  • Wärmedämmung
  • Feuchteschutz
  • Ausgleich von Unebenheiten
  • Druckstabilität und Stauchhärte

 

Wählen Sie Ihre Unterlagsmatte je nach Untergrund, gewähltem Fußboden (Parkett, Laminat, Vinylboden) und weiteren relevanten Bedingungen und Erfordernissen. Die nachfolgende Tabelle bietet einen guten Überblick über unsere Unterlagsmatten und unterstützt Sie bei der Entscheidung für das richtige Produkt. Hier finden Sie die Datei ebenfalls zum Download: Empfehlung-Unterlagsmaterial

Unterlagsmatten-Empfehlung-2019

Gerne stehen Ihnen auch unsere MitarbeiterInnen beratend zur Seite.

b. Klebstoff auswählen und berechnen

Bei der Verlegung mittels vollflächiger Verklebung benötigen Sie einen auf Ihre Bedingungen und Ihren Fußboden abgestimmten Klebstoff. Bei der Berechnung der benötigten Klebermenge gehen Sie wie folgt vor:

Für Parkettböden:

Bodenfläche in m² x 1,2 kg = Benötigte Klebermenge in kg

Anders gesagt: Pro m² Bodenfläche benötigen Sie bei Parkett 1,2 kg Kleber

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Für Vinylböden:

Bodenfläche in m² x 0,3 kg = Benötigte Klebermenge in kg

D.h. pro m² Bodenfläche benötigen Sie bei Vinylböden 0,3 kg Kleber.

Bedarf aufrunden auf die nächste verfügbare Gebindegröße. Unsere Angaben beziehen sich auf die von uns empfohlenen Klebstoffe. Folgend finden Sie eine Übersicht unserer Klebstoffe inkl. Verwendungsempfehlung. Hier finden Sie die Datei ebenfalls zum Download: Empfehlung-Klebstoffe

Klebstoff-Empfehlung-2019

 

Gerne beraten Sie unsere Mitarbeiter betreffend der Auswahl des richtigen Klebers – auch bei Spezialsituationen und speziellen Untergründen.

5. Zusammenfassung Einkaufsliste und Bedarfsberechnung

Nun sind Sie fertig und können Ihre benötigten Materialen anhand Ihrer Berechnungen bestellen! Hier nochmal kurz zusammengefasst Ihre Einkaufsliste: 

  • Fußboden in m²: Raumfläche plus 5% Verschnitt (10% bei obigen Spezialsituationen)
  • Sockelleisten in Laufmetern: Raumumfang abzüglich Türen plus 5% Verschnitt
  • Unterlagsmatte in m²: Raumfläche plus 3% Verschnitt
  • Klebstoff in kg (alternativ zur Unterlagsmatte): Raumfläche x 1,2 kg bei Parkett bzw. Raumfläche x 0,3 kg bei Vinylböden


Denken Sie auch an die passenden Reinigungs- und Pflegeprodukte. Diese finden Sie ebenfalls in unserem Sortiment.